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Energiestrategie 2050 - Was bedeutet das für mich?

Durch die Energiestrategie 2050 wird die Förderung von erneuerbaren Energien vorangetrieben. Dabei fallen auch für Betreiber und zukünftige Betreiber von Photovoltaikanlagen diverse Neuerungen an.

Einer der wichtigsten Punkte der Energiestrategie 2050, welche im Mai 2017 von der Schweizer Stimmbevölkerung angenommen wurde, ist die Förderung von erneuerbaren Energien. Dabei soll die nationale Produktion von erneuerbarer Energie gesteigert werden. Um Privatpersonen einen Anreiz zu geben, selber nachhaltigen Strom zu fördern wurden neue Förderprogramme ins Leben gerufen und/oder bestehende Förderprogramme angepasst. Nachfolgende Änderungen treten ab dem 01.01.2018 in Kraft:

 

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)

  • Die bereits bestehende kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), welche Stromproduzenten honoriert, wenn diese Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen, wird weitergeführt. Folgende Änderungen werden jedoch anfallen:
    • Die Vergütungstarife werden gesenkt.
    • Die Vergütungsdauer wird von 20 auf 15 Jahre verkürzt.
    • Betreiber von grossen Anlagen müssen Ihren Strom selber vermarkten. Das Ziel dabei ist es, den Anreiz zu erhöhen, den Strom zu einer Zeit einzuspeisen, wenn die Nachfrage hoch ist.

 

Einmalvergütung (EIV)

Die Einmalvergütung wird zum Hauptfördersystem für Photovoltaik-Anlagen. Dabei wird zwischen kleinen und grossen Einmalvergütungen unterschieden.

  • Kleine Einmalvergütung (KLEIV)
    • Die kleine Einmalvergütung (KLEIV) gilt für Photovoltaik-Anlagen, die nicht mehr als 100 kW Strom produzieren.
    • Die Vergütung kann beantragt werden, sobald die Anlage in Betrieb genommen wurde.
    • Die Unterstützungsleistung der KLEIV beträgt bis zu 30% der Investitionskosten einer Referenzanlage.
  • Grosse Einmalvergütung (GREIV)
    • Die grosse Einmalvergütung (GREIV) kann beantragt werden, wenn die Anlage eine höhere Leistung als 100 kW besitzt.
    • Die Vergütung kann bereits vor der Realisation beantragt werden.

Achtung: Da die Verordnungen noch in der Vernehmlassung sind, kann die Umsetzung noch variieren. Stand 22. Mai 2017